Unsere Grundschule ist ein Haus, in dem Kinder sich wohlfühlen und gerne lernen. Sie kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und wollen neben sozialen Erfahrungen diese auch  in praktischen, musischen, gestalterischen, sportlichen und religiösen Bereichen machen. Darum ist unser Unterricht darauf ausgerichtet, dass neben fachlichem und fächerübergreifendem Lernen auch die Interessen von Schülern/Schülerinnen in den Schulalltag einfließen.

Als Konsequenz ergeben sich daraus Forderungen:

Fachliches Lernen und fächerübergreifender Unterricht

Der Unterricht umfasst die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Sachunterricht, Sport, Musik, Kunst, Religionslehre und den Förderunterricht. Hier erwerben die Kinder grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Kenntnisse, die auch im fächerübergreifenden Unterricht eingebracht, angewandt und weiterentwickelt werden.

Die Kinder setzen sich mit lebensnahen Lerngegenständen auseinander und erschließen sich ausgehend vom Bekannten auch  neue Erfahrungsräume. Dieser Unterricht lässt zu, dass Kinder in allen Fächern forschen, experimentieren und neue Wege und Lösungen finden.

Wenn es sinnvoll und machbar ist, lernen wir außerhalb des Klassenzimmers, um direkte Erfahrungen zu machen (Wald, Bauernhof,  Museum, Versorgungseinrichtungen, Bücherei u.v.m.)

Kinder erleben ihre Umwelt ganzheitlich und handeln in Sinnzusammenhängen. Dies berücksichtigt der fächerübergreifende Unterricht, der die isolierte Betrachtungsweise von Inhalten und Themen in den einzelnen Fächern aufhebt und verschiedenste Aspekte einer Sache berücksichtigt. Gerade die unmittelbare Begegnung mit der Sache spricht Kinder stärker an, als nur die Theorie aus Büchern.

Viele Verbindungen gibt es im besonders eng verbundenen Deutsch- und Sachunterricht und im Sachunterricht und der Mathematik.

Sachunterrichtliche Themen werden nicht nur unter naturwissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Aspekten behandelt, sondern gleichzeitig auch unter sprachlichen Gesichtspunkten. So kann z.B. ein Bericht nötig sein, um ein sachunterrichtliches Thema sachgerecht darzustellen. Auch andere fachliche Aspekte werden bei bestimmten Themen berücksichtigt und fächerübergreifend behandelt.

Individuelle Förderung

Kinder haben das Recht auf individuelle Förderung. Dies bedeutet, dass im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen jeder Schüler / jede Schülerin in seinen / ihren Stärken und Schwächen gefördert werden soll. Somit kann ein individueller Lernfortschritt im Schriftspracherwerb, beim Leselernprozess und in der Mathematik gewährleistet werden. Individuelle Förderpläne unterstützen dieses Anliegen. Auch im Bereich der Klassen  3 und 4 gilt dieser Anspruch. Individuelle Förderung setzt aber auch die Bereitschaft des Kindes und die Unterstützung durch die Eltern voraus.

Unterrichtsformen

In unserer Schule werden verschiedene Unterrichtsformen praktiziert, die unterschiedliche Ziele verfolgen:

  • Partner- und Gruppenarbeit fördern Selbstständigkeit und Teamgeist, die soziale Verantwortung wird gestärkt.
  • Wochenplanarbeit
    Hier werden mehrere vorgegebene Aufgaben vom Kind im Laufe einer Woche bei eigener Zeiteinteilung auf unterschiedlichem Niveau bearbeitet.
    Arbeitsmittel (z.T. mit Selbstkontrolle) kommen verstärkt zum Einsatz.
  • Beim Stationenlernen (fächergebunden) wird zu einem Thema in unterschiedlichen Ansätzen geforscht und entdeckt.
  • Die Lernwerkstatt (Chefsystem) befasst sich fächerübergreifend über mehrere Wochen mit einem umfangreichen Themenkomplex.
  • In der Freiarbeit kommen die individuellen Interessen der Schüler/Schülerinnen besonders stark zum Zuge. Eigenverantwortlich erarbeiten sie sich zu einem selbstgewählten Thema in einem vorgegebenen Zeitraum ihr Wissen, um anschließend die Ergebnisse ihren Mitschülern/Mitschülerinnen vorzustellen.
  • Im Gesprächskreis werden Vorhaben geplant, beraten und vorgestellt, Erfahrungen ausgetauscht, Lösungsansätze entwickelt sowie Arbeitsergebnisse präsentiert.
  • Lehrerzentrierter Unterricht für alle (z.B. als Einführung in neue Unterrichtsinhalte)

Projekttage/ Projektwoche

Zweimal im Jahr finden gemeinsame klassen- oder jahrgangsinterne Projekttage in der Advents- und Weihnachtszeit und im Frühling statt.
An diesen Tagen sollen die Kinder die jahreszeitlichen Besonderheiten fächerübergreifend und mit allen Sinnen erfahren. Mögliche Aktivitäten sind:
Krippenspiele, Bastelangebote, musizieren, Plätzchen backen, Spiele im Freien, die Natur erleben (Blumen pflanzen, Samen säen), Tiere beobachten (Kröten, Frösche), Frühlingskräuter verarbeiten, ….

Zusätzlich wird am ersten Schultag nach den Sommerferien für das zweite bis vierte Schuljahr ein Projekttag angeboten, an dem die Schüler/Schülerinnen die Begrüßung der Schulneulinge  vorbereiten.

Alle 4 Jahre findet eine klassen- und jahrgangsübergreifende Projektwoche statt.

Schwimmen und Sport

Im 1. Schuljahr haben die Kinder 3 Stunden Sport. Das 2. Schuljahr wird für die erste Begegnung mit Wasser genutzt. 2 Stunden  Schwimmen je Woche im Schwimmbad Goch Ness, 1 Stunde Sport.
Diese Regelung bleibt für das 3. Schuljahr erhalten.

3 Stunden Sport stehen im 4. Schuljahr wieder auf dem Programm.

Das Fach Englisch

Seit dem Jahr 2003 gehört Englisch zum Fächerkanon der Grundschule und wird derzeit ab dem 2. Halbjahr des ersten Schuljahres  in einem eigens dafür eingerichteten und gestalteten Fachraum unterrichtet. Methodisch lehnt sich das Fach Englisch an Prozesse beim Erwerb der Muttersprache an. So steht die gesprochene Sprache im Vordergrund des überwiegend einsprachig gehaltenen Unterrichts. Dabei werden englische Redemittel in Handlungszusammenhängen erarbeitet, um den Kindern deren Erschließung zu erleichtern. Eine typische Methode hierfür ist das TPR (Total Physical Response), bei dem die Kinder sukzessive vom Verstehen zum eigenen Sprechen hingeführt werden. So wird ihnen zunehmend auch die Möglichkeit eröffnet, sich zu einfachen Sachverhalten in der Fremdsprache zu äußern. Auch Landeskunde und das Sprache-Lernen sind Gegenstand des Englischunterrichts.

Am Ende des 4. Schuljahres müssen verbindliche Ziele erreicht sein. Ab dem Schuljahr 2007/2008 ist das Fach auch versetzungsrelevant.
Folgende Stundentafel gilt für uns:

Stunden Schuleingangsphase
1. u. 2. Jahr jew. 22-23
Klasse 3
25-26
Klasse 4
26-27
Deutsch, Mathematik, Sachunterricht,
Förderuntericht
12 14-15 15-16
Kunst, Textilgestaltung, Musik 3-4 4 4
Religionslehre 2 2 2
Sport 3 3 3
Englisch 2 2 2

*Ab Februar 2 Stunden ab Klasse 1

Oft kann der Unterricht auch fächerübergreifend gestaltet werden.

Unsere Arbeitspläne

Die Arbeitspläne sind nach den allgemeinen Vorgaben der Richtlinien und Lehrpläne vom Kollegium der Freiherr – von – Motzfeld – Schule konzipiert oder konkretisiert.
Sie sind zugeschnitten auf die besonderen Gegebenheiten unserer Schule.
Sie geben für jeden Jahrgang Auskunft über Lernziele, Lerninhalte, Arbeitsweisen, Unterrichtsformen, verfügbare Arbeitsmittel, außerschulische Lernorte, Einbeziehung von Experten und die verbindlichen Anforderungen.